Die zentrale Rolle von Frauen im Kampf gegen die Corona-Krise

Photo Credit: Shutterstock

Die COVID-19-Pandemie hat schwerwiegende Konsequenzen für unsere Gesundheit, unsere wirtschaftliche Zukunft und unser soziales Gefüge. Dabei sind Frauen in verschiedener Hinsicht besonders betroffen. Sie stellen einen Großteil der Beschäftigten im Gesundheitswesen und anderen systemrelevanten Berufen, etwa in der Kindernotbetreuung und der Lebensmittelversorgung. Damit setzen sie sich einem erhöhten Infektionsrisiko aus. Trotzdem sind sie in diesen Berufen unterdurchschnittlich bezahlt und genießen oft ein geringes Ansehen. Gleichzeitig tragen Frauen einen Großteil der Last zu Hause, wenn Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen geschlossen werden, denn es gibt bei der unbezahlten Arbeit seit langem geschlechtsspezifische Ungleichheiten. Zudem tragen Frauen ein höheres Risiko von Arbeits- und Einkommensverlusten und sehen sich in Krisen- und Quarantänezeiten eher Gewalt, Ausbeutung, Missbrauch oder Belästigung ausgesetzt.

Die OECD-Kurzstudie „Women at the Core of the Fight against COVID-19 Crisis” untersucht genau diese Rollen, die Frauen in der Krise ausfüllen, und die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind.

In einem Webinar in Zusammenarbeit mit dem DIW haben wir die Studie am 9. April 2020 einem deutschsprachigen Publikum vorgestellt.

Hier können Sie die Präsentationen von Monika Queisser (OECD) und Josefine Koebe (DIW Berlin) sowie die anschließende Fragerunde anschauen. Es moderiert Nicola Brandt, Leiterin des OECD Berlin Centre.

Hier finden Sie die Power Point Folien von Monika Queisser, mit Daten zu Geschlechterdifferenzen im OECD-Vergleich und Handlungsempfehlungen für die Politik. 

Und hier finden Sie die Power Point Folien von Josefine Koebe, wissenschaftliche Mitarbeiterin am DIW Berlin, mit Fokus auf die Situation in Deutschland.